Montag, 13. Oktober 2014

ein eigenes leben, eine eigene welt, eine eigene zeit.
und die unbrechbare eigene fähigkeit, sich zu verheddern.


what will we do now? we lost it to trying.

what can we say now? our mouths only lying.

get in and get out. we rise in the dying.

what will we do now? we lost it to trying.

Dienstag, 7. Oktober 2014

im dunkeln am see so ein gefühl haben: ich werde mich wohl keiner frau nähern, bis mein baby stirbt. alles in mir mit ganzer kraft und ohne kompromiss. ich lieb sie so so so. ich könnte platzen. ein bisschen einseitig vielleicht. ich fühle beinahe körperlich, was ihrem wesen zu fühlen vielleicht gar nicht in vergleichbarer weise möglich ist. manchmal ziemlich einseitig. das ist gut so. weil so ja leben.

Freitag, 19. September 2014

mit dem siebenundneunzigerer silkroad zwei dörfer weiter fahren, um den tag auf der gartenbaustelle zu verbringen. zwischen viel sand, schotter, beton und kantensteinen heute das erste mal bagger fahren, das erste mal radlader fahren. kindertraum wird wahr. abends in eile sechzig seiten ausdrucken und auf fünf identische mappen verteilen. dann in den neunundsiebziger t2b steigen und bei üblich beeindruckendem abendhimmel richtung norden fahren. jugendtraum wird wahr. dann in der längst dunklen kunsthochschule an alle außentüren klopfen, bis jemand öffnet und den weg zum sekretariat weist. das erste mal einen antrag auf filmförderung einwerfen. erwachsenentraum wird wahr.

alles an einem tag. morgends aufstehen nach zu wenig schlaf.
kopf und körper mit aller gegenwärtigkeit spüren.
leben.

Sonntag, 31. August 2014

träume von ausgerissenem bart, blut und befreiung, laufen durch maos großstädte mit kolonialistischer architektur, merkwürdigen herrscherinnen, gigantischen kreaturen, bewegungen von erschütterndem bass begleitet, wälder der angst und versinken im geröll bei dem versuch sich selbst zu entkommen.

die leere des jungen tages weckt mich, der hund erbricht pfirsichkerne, langer spaziergang über die felder, nass von nächtlichem regen und der erinnerung an einen kurzen sommer.

Freitag, 4. Juli 2014

er verschätzt sich und stürzt in die tiefe. ein verzweifeltes, stummes rufen bricht mir von luftlosem würgen begleitet aus der brust. dann schlägt er im hof auf. vom dach sehen wir seinen ohne zögern von jedem leben verlassenen körper zusammensinken und blut färbt das scheinbar regennasse pflaster um ihn herum. noch im traum erinnere ich mich an den preikestolen. dann wache ich auf.

Donnerstag, 3. Juli 2014

ich sitze im seminar, lese benjamin und erlebe mit ganzem herzen den moment, ab dem ich
nicht länger demokrat bin.